Gerald Scarfe stellt in Halle (Saale) aus
Werke für Pink Floyd, Karikaturen und satirische Portraits im Kunstmuseum Moritzburg
© Gerald Scarfe
Gerald Scarfe hat nicht nur Nixon oder Bush kritisch beobachtet. Auch dem deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl hat er sich mit satirischem Zeichenstift genähert. Neben Kohl werden auch Schröder, Merkel und Nixon in Halle (Saale) zu sehen sein.
© Gerald Scarfe
Berühmt wurde Gerald Scarfe mit seinen Arbeiten für die legendäre Band Pink Floyd. Am Sonntag wird er seine Ausstellung, in Anwesenheit seiner Ehefrau Jane Asher, in Halle (Saale) eröffnen.
mehr zum Thema ...
"Einar Schleef, der Maler"
Ausstellung
Albert Ebert - Miniaturen eines Heizers
Albert-Ebert-Kabinett und Christina Brade Ausstellung in Halle (Saale) eröffnet
Das Straucheln der Glücksgöttin
Willi-Sitte-Ausstellung am Sonntag in Halle (Saale) eröffnet
Vorträge, Führung, Experimentieren in der Moritzburg
Lange Nacht der Wissenschaften in Halle (Saale)
Teestunde in der Moritzburg
Kultur
TAGs
Kriegszeichner Kunstmuseum ... Marionetten Handpuppen Berlin Ausstellungseröffnung Moritzburg Pink-Floyd-Arbeiten Bühne Bundeskanzler Animationen Konzerte Nationalsozialismus Ausstellung Disney-Film Karikaturen Hämmer Nixon Künstler
© Gerald Scarfe
Das wohl bekannteste Werk von Gerald Scarfe dürfte "The marching hammers" (Die marschierenden Hämmer) sein. Dieses und weitere mehr als 70 Arbeiten des Künstler werden ab 22. September 2009 im Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) zu sehen sein.
"Tear down the wall" jubelten im Juli 1990, wenige Monate nach Öffnung der innerdeutschen Grenze, über 300.000 Menschen in Berlin. Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters lud ein letztes mal zur Aufführung von "The Wall" ein und zahlreiche internationale Stars kamen. Auf der Bühne am Potsdamer Platz wuchs und fiel eine gigantische Mauer, begleitet von Animationen des Zeichners Gerald Scarfe, die in den Jahren 1979 bis 1982 entstanden sind.
Am Sonntag, 21. September 2009, wird nun im Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) eine Ausstellung mit Arbeiten des Zeichners, Animators, Karikaturisten und Bühnenbildners eröffnet. Im Mittelpunkt stehen seine Zeichnungen und Animationen zu "The Wall" von Pink Floyd.
"Als Kind hatte ich Angst vor Hexen, heute fürchte ich mich vor George Bush und anderen Monstern." Gerald Scarfe
Gerald Scarfe wurde 1936 in London geboren und hatte seinen Vater nie kennenlernen dürfen. Er fiel im 2. Weltkrieg, als Scarfe gerade erst einmal 5 Monate alt war. All die Liebe und Sorge der Mutter konzentrierten sich nun auf Gerald Scarfe und als asthmatisches Kind verbrachte er viel Zeit im Bett, statt in der Schule. So begann er zu zeichnen, baute kleine Modelle und Spielzeugtheater, Handpuppen und Marionetten. Aber vor allem zeichnete er. Später war er dann im Vietnamkrieg als Kriegszeichner unterwegs. Der Einsatz in Vietnam und der frühe Tod seines Vaters sind wohl prägend gewesen, für seine kritische Auseinandersetzung mit Krieg und den verantwortlichen Politikern.
"Meine Zeichnungen handeln vom Missbrauch von Macht, wie der kleine Mann von Politik und Militär unterdrückt wird, von Tyrannen und machtsüchtigen Monstern …" Gerald Scarfe
Scarfe ist bereits seit Jahrzehnten mit spitzer Feder für den New Yorker oder die Sunday Times tätig und nimmt nicht nur die amerikanischen oder britischen Politiker aufs Korn. Ob es Helmut Kohl, Gerhard Schröder oder Angela Merkel ist: betritt ein Politiker das internationale Parkett, wird dieser von Scarfe kritisch beäugt und nicht ohne Humor auf Papier gebannt. Neben Nixon sind in der Ausstellung also auch die deutschen Bundeskanzler seit der Wende zu sehen.
"Politiker sind dickhäutig und manche von ihnen werden lieber als Schwein gezeichnet als gar nicht gezeichnet" Gerald Scarfe
Aber so richtig bekannt wurde Gerald Scarfe 1979 als künstlerischer Direktor des epochalen Konzeptalbums "The Wall" der britischen Rockgruppe Pink Floyd, des gleichnamigen Films mit seinen Animationssequenzen und der dazu gehörigen Konzerte. Die Ausstellung in Halle (Saale) wird Szenenbilder und Dokumente zu "The Wall" von Pink Floyd zeigen. Eindrucksvolle Bilder erwarten den Besucher, so auch das wohl bekannteste von Scarfe: Die marschierenden Hämmer. Ein beängstigendes Aquarell, welches nicht zufällig an die Symbole der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland erinnert. In einem gesonderten Raum werden aber auch Animationen von Gerald Scarfe zu sehen sein, der übrigens die Figuren für den Disney-Film "Hercules" entwickelte.
Zwei ganz frische Arbeiten hat der Künstler auch versprochen, die er extra zur Ausstellungseröffnung noch mitbringen wird.
Zur Eintrittskarte (7 Euro / 5 Euro) wird ein kleines Heft an die Besucher ausgereicht, in dem die Arbeit und das Leben von Gerald Scarfe ausführlich und anschaulich dargestellt sind und der Künstler selbst zu Wort kommt. Eine schöne, informative und nützliche Beigabe; die - wenn man noch weitere erhalten möchte - für 3 Euro zu erwerben sein wird.
Die Ausstellung "Gerald Scarfe – Tear down the wall" ist vom 22. September 2009 bis 15. November 2009 im Nordflügel des Kunstmuseums Moritzburg in Halle (Saale) zu sehen. Die angebotenen Führungen seien hiermit ausdrücklich empfohlen. Denn da erfährt der Besucher viele spannende Details und Hintergrundinformationen, besonders zu den Pink-Floyd-Arbeiten von Gerald Scarfe.
WebNews
yiggit
LinkArena
Mr. Wong
del.icio.us
Oneview
In seiner Sitzung am 10. Dezember hat der Aufsichtsrat der Halleschen ...
Die Oberbürgermeisterin von Halle (Saale), Dagmar Szabados (SPD), ...
Am 12. Oktober 2009 wird Dr. Barbara Hendricks das Kultur- und ...
Das Stück "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf ...
Zwanzig Jahre Wende, zwanzig Jahre "friedliche Revolution", zwanzig ...
