Ein festliches Jahr für Händel in Halle (Saale)

Bild: Thomas Hudson 1748/49

Mezzosopranistin Cecilia Bartoli gibt dem Händel-Jahr 2009 einen krönenden Abschluss

Halle (Saale) - 15. Dezember 2008 | salikus.de

Über hundert Veranstaltungen mit 32000 Eintrittskarten locken Liebhaber von Barockmusik, hier besonders Kompositionen von Georg Friedrich Händel, nach Halle (Saale). Opern-Stars, wie Cecilia Bartoli und Jennifer Larmore, geben dem Festjahr einen feierlichen Glanz.

Prachtvoll und üppig soll es werden, das Händel-Jahr in Halle (Saale), ein Jahr ganz der Barockmusik und den Kompositionen von Georg Friedrich Händel gewidmet. Anlass für das Festjahr ist der 250. Todestag des Komponisten, der am 23. Februar 1685 in Halle an der Saale geboren worden ist. Seine Musikerlaufbahn führte ihn später über Hamburg nach Italien und schließlich an den Ort seiner Schaffensblüte: London, wo er am 14. April 1759 verstarb.
Das Eröffnungskonzert findet am Vorabend seines Geburtstages in der Taufkirche des Komponisten statt. In der Marktkirche wird am 22. Februar 2009 Chor und Orchester collegio halense Werke von Friedrich Wilhelm Zachow, James Nares, William Hayes und Johann Friedrich Reichardt aufführen. Händels vermeintlich erste Kirchenkomposition "Triumph, ihr Christen, seid erfreut" wird an diesem Abend ebenfalls zu Gehör gebracht. Eine weitere Besonderheit des Abends werden die Klageoden seiner englischen Freunde, James Nares und William Hayes, sein. Denn die Kompositionen aus Anlass von Händels Tod werden erstmals wieder aufgeführt, nach dem sie 200 Jahre zum Schweigen verdammt waren.

Händel fest im Blick
Selbstverständlich wird sich alles um den großen Sohn aus Halle an der Saale drehen, fast alles. Einer der Höhepunkte dürfte der „Special Day“ am 19. April sein, fünf Tage nach Händels Todestag. 40 Radiosender werden dann Konzerte übertragen, so auch aus der Marktkirche in Halle (Saale). Hier wird eine Rekonstruktion der Händel-Gedächtnisfeier in der Westminster Abbey im Jahre 1784 zu erleben sein. Der englische Dirigent Howard Arman vereint dann Künstler wie The English Concert, den Händelfestspielchor, den Chor der Oper Halle und des Mitteldeutschen Rundfunks, das Händelfestspielorchester und die Hallenser Madrigalisten.
Selbstverständlich nehmen die Händelfestspiele einen besonderen Raum im Festjahr ein. Neben fünf Händel-Opern gibt es wieder etliche Konzerte mit Kompositionen von Händel und seinen Zeitgenossen. Doch das traditionelle Abschlusskonzert in der Galgenbergschlucht soll im Händel-Jahr eine Gala werden. Unter der Leitung von Martin Haselböck, der übrigens eine wieder entdeckte Bachkomposition bei den diesjährigen Händelfestspielen erstaufführte, lässt Mezzosopranistin Jennifer Larmore Arien aus Händelopern erklingen. Sie hat übrigens bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele in Atlanta die Olympische Hymne gesungen. Auch 2009 wird das stets ausverkaufte Abschlusskonzert mit Händels Feuerwerksmusik unter pyrotechnischer Begleitung enden.
Insgesamt stehen über 100 Veranstaltungen auf dem Kalender des Festjahres, zu Ehren Georg Friedrich Händels in Halle (Saale).

Die Krönung am Ende
Den Händelfestspielen wäre es ein Ritterschlag, wenn sich der kühne Traum von Philipp Adlung (Direktor der Händelhaus-Stiftung) erfüllen sollte, dass die englische Königin Elizabeth II. die Geburtsstadt Händels doch noch besucht. Die Schirmherrin der Festspiele hat bislang kein positives Signal gen Halle gesendet, jedoch in Aussicht gestellt, dass ein hochrangiges Mitglied der königlichen Familie in die Saalestadt kommen könnte. Ohnehin wird der Königin nachgesagt, dass sie wenig empfänglich für Opern oder gar Kammermusik sei.
Doch das soll den Opern- und Händel-Liebhaber nicht weiter stören, denn der Festspieldirektion ist es gelungen die aktuell erfolgreichste Mezzosopranistin der Welt zu verpflichten, die Italienerin Cecilia Bartoli. Und sie wird kein geringeres, als das Abschlusskonzert des Händelfestjahres mit ihrem satten dunklen Timbre veredeln. Nicht nur die Musiker der Staatskapelle frohlocken dem anstehenden Ereignis entgegen, die bereits im Oktober einen Pianisten von Weltrang begleiten durften. Daniel Barenboim gab damals ein gefeiertes Konzert in der Georg-Friedrich-Händel-Halle. Am gleichen Ort wird nun Cecilia Bartoli am 22. Oktober 2009 ein eigens für Halle (Saale) zusammengestelltes Konzert geben. Da sie für das Singen in Vergessenheit geratener Opern bekannt ist, darf man nun auf weitere Details gespannt sein. Die über 1400 Eintrittskarten des Abschlusskonzerts kosten dann zwischen 50 und 120 Euro.

 

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