Händelfestspiele in Halle (Saale) eröffnet

Bild: Thomas Schult

Über 50 Veranstaltungen zu Ehren von Georg Friedrich Händel

Halle (Saale) - 06. Juni 2009 | salikus.de

Die Händel-Festspiele, im Festjahr zum 250. Todestag von Georg Friedrich Händel, sind am Donnerstag feierlich eröffnet worden. „Händel - Der Europäer“ ist das diesjährige Motto und ebenso international sind die Akteure auf und hinter den Bühnen, aber auch die Gäste.

Ein frisches „Hallelujah“ schmetterte vor dem eigentlichen Festakt über den Marktplatz von Halle (Saale). Hunderte Hallenser und Gäste hatten sich trotz Regen am Händel-Denkmal eingefunden um in einer Feierstunde die diesjährigen Händel-Festspiele einzuläuten. Der Chor der kooperativen Gesamtschule „Ulrich von Hutten“ und der Kinderchor der Stadt Halle (Saale) sorgten gemeinsam mit den Blechbläsern von Pfeiferstuhl Music Halle und dem Kammerorchester des Musikzweiges des Latina-Gymnasiums für die musikalische Umrahmung.

Marathon der Botschaften
Trocken und warm hingegen war es dann in der Georg-Friedrich-Händel-Halle, in der der eigentliche Festakt zur Eröffnung der Festspiele stattfand. Doch bevor Händels Gelegenheits-Oratorium erklingen sollte waren Grußworte angesagt. Eingebettet in biografische Details von Georg Friedrich Händel hatte Dagmar Szabados, Oberbürgermeisterin von Händels Geburtsstadt, eine lange Liste der Begrüßung und des Dankes abzuarbeiten. Peinliches Staunen löste die Rednerin bei den Zuhörern aus, als sie Händel erst nach seinem kurzen Jurastudium das Orgelspiel erlernen ließ.
Prof. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, ergriff danach das Wort und kam ohne Umschweife gleich zum Thema Finanzierung der Händelpflege. Da in Zeiten der Krise und angespannter Haushaltssituationen kleine Brötchen gebacken werden müssten, träfe dies auch auf Alle zu, so der Ministerpräsident. Böhmer kündigte weitere Sparmaßnahmen an ohne jedoch konkret zu werden, doch die Sorgenfalten der Musiker auf der Bühne waren deutlich sichtbar.
Eine Rede mit hohem Unterhaltungswert lieferte Sir Michael Arthur ab, der sich geehrt sah, als Britischer Botschafter Seine Majestät Königin Elisabeth II. vertreten zu dürfen. Welche Nation nun den größeren Anspruch auf Händels Erbe habe konnte er auch nicht klären, meinte aber mit einem Augenzwinkern, dass Händel sich nicht ohne Grund in „Handel“ umbenannt habe. Auch solle das Publikum im anschließenden Konzert aufmerksam sein und herausfinden, ob sie tiefe dunkle Wälder oder freie Wiesen heraus hören, denn die Engländer lieben die offene Landschaft.

Befreiende Klänge
Nach den Reden kam dann der Meister selbst zu Gehör. Der dritte Teil aus Occasional Oratorio HWV 62 (Gelegenheits-Oratorium) stand auf dem Programm, und Programm war auch der Dirigent. Denn das diesjährige Motto „Händel – Der Europäer“ lässt sich mühelos auf den Engländer Christopher Moulds anwenden, der an diesem Abend den Platz am Pult einnahm. Seinem Dirgentenstab folgten das Händelfestspielorchester der Staatskapelle Halle und der Händelfestspielchor – sowie die Solisten Friederike Holzhausen (Sopran), Stefan Görgner (Alt), Martin Petzold (Tenor) und Dirk Schmidt (Bass).
Händel komponierte das Gelegenheitsoratorium unter dem Eindruck kriegerischer Auseinandersetzungen in seiner Wahlheimat England. Händel hat bewusst auf Sätze aus „Israel in Egypt“ zurückgegriffen, da er sich der Wirkung beim Zuhörer gewiss sein konnte. Aber auch das prächtige Finale hat Händel einer seiner früheren Kompositionen entnommen. So gab es für das Eröffnungskonzert mit „Zadok the Priest“ aus seiner Krönungsmesse Anthem I einen königlichen Abschluss.

10 Tage über 50 Veranstaltungen
86 Prozent der verfügbaren Eintrittskarten sind bereits verkauft und Opernpremieren hoffnungslos ausverkauft.
Zwei Premieren von Händel-Opern-Produktionen und vier Uraufführungen können die Besucher der Händel-Festspiele in Halle (Saale) im Jubiläumsjahr erleben. So stehen die Premieren der Festspiel-Produktionen der Händel-Opern Floridante (HWV 14) und Serse (HWV 40) sowie die weltweiten Uraufführungen der genreübergreifenden Pasticcio-Oper „ANÆSTHESIA“, der letzten Komposition „Canticum Canticorum Salomonis“ von Ruth Zechlin, dem Stück „Kastraten – Gesang nach Messers Schneide“ und von unveröffentlichten, erstmals 2008 editierten Sätzen aus Händels Oratorium Samson“ auf dem Programm.
Aber auch das Abschlusskonzert, am 14. Juni 2009, in der Galgenbergschlucht ist bereits ausverkauft.

 

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