Zwei Schlitzohren und ein Händel

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Unbekanntes Händel-Portrait in Halle (Saale) präsentiert

Halle (Saale) - 18. März 2009 | salikus.de

Dr. Philipp Adlung, Direktor der Stiftung Händel-Haus, stellte am Montag ein bislang unbekanntes Gemälde mit dem Konterfei des Komponisten Georg Friedrich Händel vor. Ein Sammler aus Schweden ersteigerte das unsignierte Bild auf einer Auktion für 600 Euro.

Voll Stolz präsentierte der Stiftungsdirektor Dr. Adlung ein Portrait des Barockstars Händel und die Geschichte von zwei Schlitzohren im Handel um das Gemälde. Ein Schwede, der das Bild für 600 Euro auf einer Auktion erstand, schickte das Portrait nach Halle (Saale) um es von Fachleuten im Händel-Haus begutachten zu lassen. 

Der Barockstar in Öl
Das Gemälde in Öl auf Leinwand stellt einen jungen Mann nach links schauend bis zur Taille dar. Er trägt eine Perücke, ein weißes Hemd und einen dunkelgrünen Mantel, in den er teilweise
seine rechte Hand hinein steckt. Aufgrund physiognomischer Eigenschaften und Ähnlichkeiten mit anderen authentischen bzw. als authentisch einzuordnenden Händel-Darstellungen gehen die Fachleute nun davon aus, dass es sich tatsächlich um den jungen Komponisten Georg Friedrich Händel handelt. Die Entstehung des Gemäldes wird auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts festgelegt und konnte noch keinem Maler zugeordnet werden. Zwar befindet sich ein Schild am Rahmen des Bildes, auf dem der Name des Portraitmalers Michael Dahl (1656 – 1743) eingraviert ist, doch die Experten schließen ihn als Urheber aus. Viel mehr gehen sie davon aus, dass das Bild dem englischen Maler Thomas Hudson (1701 – 1779) oder einem Künstler aus seiner Umgebung zuzuordnen sei. Hudson schuf zwei der bekanntesten Händel-Portraits.

Hauptsache Händel
Nachdem die Experten dem schwedischen Sammler bescheinigen konnten, dass es sich tatsächlich um den jungen Händel auf dem Portrait handelt, bot dieser es dem Händel-Haus in Halle (Saale) für 20.000 Euro zum Kauf an. Grundsätzlich hatte der Stiftungsdirektor Interesse an dem Bild gezeigt, doch der verlangte Kaufpreis schien ihm nicht nur überzogen, sondern auch an die Grenze der Sittenwidrigkeit zu gehen. Geschickt handelte er vor wenigen Wochen den Schweden auf 4.000 Euro herunter und machte den Ankauf perfekt.
Damit kann pünktlich zu Händels 250. Todestag und der Wiedereröffnung des Händel-Hauses das Gemälde in der neuen Dauerausstellung "HÄNDEL – der Europäer" der Öffentlichkeit gezeigt werden.

 

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