Königin Editha: Trümper kommt nach Halle (Saale)

Bild: Mirko Stage

Oberbürgermeister von Magdeburg nimmt an Erstpräsentation teil

Halle (Saale) - 27. Januar 2009 | salikus.de

Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg, hat im Streit um die Erstpräsentation des Bleisargs von Königin Editha die Friedenspfeife angezündet. Nach Gesprächen mit Minister Olbertz und Chefarchäologe Meller, kündigte er nun seine Teilnahme in Halle (Saale) an.

Die Medien überschlugen sich bereits und vermeldeten einen handfesten Streit zwischen Halle und Magdeburg. Grund war die späte Nachricht des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Halle (Saale) an den Oberbürgermeister von Magdeburg. Obwohl der Fund des Bleisargs, mit den vermeintlichen Gebeinen von Königin Editha, bereits im November entdeckt wurde, erfuhr Magdeburgs Oberbürgermeister erst zeitgleich mit der Presse von dieser - besonders für Magdeburg bedeutungsvollen - Entdeckung.Die Medien überschlugen sich bereits und vermeldeten einen handfesten Streit zwischen Halle und Magdeburg. Grund war die späte Nachricht des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Halle (Saale) an den Oberbürgermeister von Magdeburg. Obwohl der Fund des Bleisargs, mit den vermeintlichen Gebeinen von Königin Editha, bereits im November entdeckt wurde, erfuhr Magdeburgs Oberbürgermeister erst zeitgleich mit der Presse von dieser - besonders für Magdeburg bedeutungsvollen - Entdeckung.

Nach intensiven Gesprächen zwischen Lutz Trümper und Jan-Hendrik Olbertz, dem Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, hatte es bereits Montag Signale für ein schnelles Abklingen der Missstimmung gegeben. Heute kam nun die endgültige Nachricht aus dem OB-Büro in Magdeburg: Dr. Lutz Trümper nimmt an der Erstpräsentation des Fundes aus dem Magdeburger Dom teil.  

Dr. Harald Meller, der Chefarchäologe des Landes Sachsen-Anhalt, sichert dem Trümper zu, dass man noch in diesem Jahr den Deckel des gefundenen Bleisargs in Magdeburg präsentieren kann. Dies soll nun im Rahmen des 800-jährigen Domjubiläums geschehen.
„Wir hätten den Fund natürlich gerne im Magdeburger Dom vorgestellt. Dies war aus konservatorischen Gründen nicht möglich. Wir werden aber alle erdenklichen Anstrengungen unternehmen, den Deckel des Bleisargs mit der so bedeutenden Aufschrift so zu konservieren, dass er im Laufe des Jahres in Magdeburg gezeigt werden kann.“, so Dr. Meller in der Presseerklärung von heute Nachmittag.

Dr. Trümper wies bei dieser Gelegenheit noch einmal auf die Bedeutung des Fundes für die Magdeburger hin: „Für Magdeburg ist es eine Sensation, einen solchen Fund im Jahr des 800jährigen Jubiläums des Domes, des Wahrzeichens unserer Stadt, präsentieren zu dürfen. Wir werden dafür einen angemessenen und würdigen Rahmen schaffen.“
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Edgitha (*910) war die Tochter aus zweiter Ehe von König Eduard dem Älteren, der den Thron von Wessex inne hatte.
Im Jahr 929 schickte Heinrich I., König des ostfränkischen Reiches, Gesandte an den englischen Hof, um für eine Braut seines Sohnes Otto zu werben. Ziel der politischen Hochzeit sollte sein, fremde Dynastien an sein Königshaus zu binden, was im ostfränkischen Reich bis dahin noch unüblich war. Da das angelsächsische Königsgeschlecht reich gesegnet an Töchtern war und eine Verbindung mit dem ostfränkischen Königtum attraktiv schien, schickte man gleich zwei mögliche Bräute in das Königreich Ostfranken. So hatte Otto die Wahl zwichen Edgitha und ihrer jüngeren Schwester Edgiva. Die Entscheidung fiel auf Edgitha, die somit noch im gleichen Jahr die erste Ehefrau von Otto wurde. Als Morgengabe erhielt Edgitha von Otto Magdeburg.
Erst 936, nach dem Tod seines Vaters Heinrich I., bestieg Otto I. den königlichen Thron. Und weitere 25 Jahre verstrichen, bevor er in Rom von Papst Johannes dem XII. zum Kaiser gekrönt wurde. Doch das erlebte Edgitha nicht mehr, sie starb bereits im Jahr 940 im Alter von 35 Jahren in Magdeburg, wo sie im Maurituskloster, dem heutigen Standort des Magdeburger Doms, beigesetzt wurde.


 

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