PPP-Innovationspreis für Halle

Wirtschaft / Haushaltspolitik

Halle (Saale) - 23. April 2008 | salikus.de

Am 22.04.2008 wurde in Berlin der PPP-Innovationspreis an das erste kommunale PPP-Bundespilotprojekt „Kindertagesstätten der Stadt Halle (Saale)“ verliehen.

Der vom Bundesverband Public Private Partnership (BPPP) und dem BehördenSpiegel ausgeschriebenen Preis zeichnet Projekte aus, bei denen es öffentlichen und privaten Partnern in besonders überzeugendem Maße gelungen ist, zum beiderseitigen Nutzen gemeinsame Projekte zu realisieren.

Die Stadt Halle (Saale) besitzt rund 50 Kitas in städtischer Trägerschaft. Der Investitionsstau in diesem Bereich wird auf 40 bis 50 Millionen Euro geschätzt. Im Jahr 2004 hat sich die Stadt (Saale) entschlossen, mit Hilfe von PPP im kommunalen Hochbau neue Wege zu gehen. Sie verspricht sich damit neben Effizienzvorteilen vor allem die nachhaltig Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Betreuung und Förderung der Kinder.

Am 13. Dezember 2007 wurde die Kita „Wunderpferdchen“ als erste von vier Kindertagesstätten des PPP-Projektes der Stadt Halle (Saale) von der Projektgesellschaft Weisenburger Kita Halle GmbH zur Nutzung übergeben. Nach nur neun Monaten Bauzeit wurde der zweistöckige Plattenbau für ca. 160 Kinder saniert. Damit sind an diesem Standort beste Voraussetzungen für eine frühkindliche Bildung geschaffen worden. Sämtliche Bautermine erfolgten planmäßig, die prognostizierten Effizienzen und Kosten der ca. 1,8 Mio. € umfassenden Sanierung konnten ebenfalls eingehalten werden. Die Übergabe der Kita Sonnenschein erfolgte Ende 2007.

Im Frühjahr 2008 haben die Baumaßnahmen an den Kitas „Georg Friedrich Händel“ und an der Kita „Krähenberg“ begonnen. Hier wurden die bestehenden Gebäude bereits abgerissen. Der Abschluss der Errichtung der Ersatzneubauten ist im Dezember 2008 geplant, so dass der Kitabetrieb zum Jahresbeginn 2009 aufgenommen werden kann. Die Weisenburger Kita Halle GmbH übernimmt die Bewirtschaftung und Bauunterhaltung aller vier Objekte über einen Zeitraum von 25 Jahren.

„Durch das PPP-Projekt hat sich gezeigt, dass die Stadt Halle (Saale) durch das Verfahren erhebliche Effizienzpotentiale generieren konnte. Die Verhandlungen haben im Vergleich zur konventionellen Beschaffung (Eigenbau und Eigenbewirtschaftung) zu einem Effizienzvorteil von 12% (ca. 4 Mio. Euro) geführt.“, hebt Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados die Bedeutung der PPP-Projekte hervor.

Bei der Auswahl der Bieter sind regionale Mittelständler zum Zuge gekommen. Der Zuschlag für das Kita-Projekt ist an die Weisenburger Kita Halle GmbH bestehend u. a. aus der Weisenburger Wohnbau GmbH, Halle (Saale), sowie Gegenbauer Gebäudemanagement GmbH, Halle (Saale), erfolgt. Die Leistungserbringung und Wertschöpfung wird zu einem erheblichen Anteil (ca. 70-80%) in der Region verbleiben. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass die ausführenden Unternehmen Arbeitskräfte aus der Region einbinden und diese auch tariflich vergüten. Das Projekt hebt sich wegen seiner Mittelstandsfreundlichkeit hervor.

Die PPP Task Force im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und die PPP Task Force des Landes Sachsen-Anhalts haben die Stadt Halle (Saale) aufgrund der beispielhaften Projektvorbereitung und -durchführung im Jahr 2005 als erstes kommunales Pilotprojekt ausgewählt. Bund und Land haben die Projektstrukturierung und die Umsetzung begleitet und unterstützt. Die Stadt Halle (Saale) hat in einer gemeinsamen Projektgruppe mit den betroffenen Fachbereichen und mit dem spezialisierten 3P Beraterverbund aus Halle (Saale) die Projektumsetzung erfolgreich gewährleistet.

Das Pilotprojekt der Stadt Halle (Saale) hat erhebliche Ausstrahlungswirkung auf folgende Pilotprojekte im Land Sachsen-Anhalt, in Mitteldeutschland sowie auf die PPP-Entwicklung in ganz Deutschland. Das Projekt konnte im avisierten Zeitplan durch einen hohen und beispielhaften Einsatz der verwaltungsinternen Projektgruppe sowie des beauftragten 3P Beraterverbundes umgesetzt werden.

„Es ist gelungen, auch bei angespannter Haushaltslage Möglichkeiten aufzuzeigen, wie für den Nutzer und für die Kinder der Stadt vernünftige Bedingungen bei Betreuung und Kinderförderung erzielt werden können.“, betont Oberbürgermeisterin Szabados. Laut Bundesminister Wolfgang Tiefensee sollte die Vorgehensweise als eine Art „Blaupause“ für alle kommenden PPP-Projekte genutzt werden.

An dieser Stelle soll die erfolgreiche Zusammenarbeit und Unterstützung durch die PPP Task Force im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie die PPP Task Force im Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalts betont werden. Mit vereinten Kräften ist es gelungen, Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb im Zeitplan zu starten. Im Zuge der gemeinsamen Betreuung des Pilotprojektes konnten wichtige Grundlagen für die Standardisierung und die erfolgreiche Umsetzung von weiteren PPP-Projekten in Deutschland geschaffen werden. Diese wurden durch den 3P Beraterverbund innerhalb des Forschungsprojektes „PPP-Schulstudie“ integriert.

 

Die letzten Nachrichten:

Wolter und Kollegen! gehen an den Start

Bild: {IMG_TITLE} Dem Theater war Tom Wolter in den letzten Jahren treu geblieben, jedoch weniger auf der Bühne. Jetzt ...mehr


 

HWG: Gezerre um Aufsichtsratsvorsitz in Halle (Saale) beendet

Bild: In seiner Sitzung am 10. Dezember hat der Aufsichtsrat der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) ...mehr


 

Bild: Sitz der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) Die Oberbürgermeisterin von Halle (Saale), Dagmar Szabados (SPD), schaltet sich in den ...mehr


 

Werbung

Benutzername  Passwort  
 
Login speichern  

Login-Formular schließen

Benutzername  Email-Adresse  
 
Passwort  Passwort wiederholen  
 

Registrierungs-Formular schließen

Suchbegriff
Optionen
... komplette OnlineMagazin
... Nachrichten auf SALIKUS.de
... Kulturkalender für Halle (Saale) durchsuchen.

Suchformular schließen