Der "betende Kommunist" als Vater der Nation?

Bild: Agentur

Peter Sodann aus Halle (Saale) soll für Die Linke kandidieren

Halle (Saale) - 14. Oktober 2008 | salikus.de

Die Gerüchte hielten sich hartnäckig und wurden heute von Oskar Lafontaine bestätigt: Der Schauspieler Peter Sodann aus Halle (Saale) soll im kommenden Jahr für das Amt des Bundespräsidenten antreten. Die Linke bringt damit einen streitbaren und streitlustigen Mann auf die Bühne der Bundespolitik.

In Deutschland ist der Schauspieler vorwiegend aus der Reihe Tatort bekannt, in der er den grummeligen Kommissar Ehrlicher spielte. Und Sodann sorgte bereits für Schlagzeilen in der Bundespolitik, als dieser für Die Linke zur letzten Bundestagswahl antreten wollte. Mit den Worten „lieber ein politischer Schauspieler als ein schauspielernder Politiker“ verwarf er jedoch diesen Plan, da durch die Kandidatur sein Vertrag mit der ARD gefährdet gewesen wäre.

Peter Sodann fordert nicht nur Horst Köhler heraus
Er ist ein hartnäckiger und oft auch unbequemer Mann, der Gründer und Ex-Intendant der Kulturinsel in Halle (Saale). Die Gründung des neuen theaters und der Aufbau der Kulturinsel in der Saalestadt sind Beispiele für seine Konsequenz in der Verfolgung einmal gesteckter Ziele. Doch der Weg war niemals einfach für ihn, seine Mitstreiter und oft besonders schwer für die Vertreter aus der Kommunal- und Landespolitik. Zu DDR-Zeiten erhielt er den Nationalpreis und in den 90er Jahren das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Aber seine Chancen gegen die Mitbewerber auf das Bundespräsidentenamt werden als aussichtslos eingestuft. Auch wird der Linkspartei nachgesagt, dass Peter Sodann nicht der eigentliche Wunschkandidat wäre und dass sie sich etliche Absagen im Vorfeld der Nominierung gefallen lassen musste. So sollen Daniela Dahn, Hanna Schygulla oder Christa Wolf gefragt worden sein, doch keine der drei Frauen wollte sich vor den Wagen der Linkspartei spannen lassen.

Zählkandidat oder Werbefeldzug
Auf alle Fälle schadet die Kandidatur von Peter Sodann der Kandidatin der SPD, die Gesine Schwan ins Rennen schickt. Dass Ausrufen eines eigenen Kandidaten der Linkspartei für die Bundespräsidentenwahl wird auch als Retourkutsche verstanden. Denn Schwan hatte im Juni den Parteivorsitzenden Lafontaine als Demagogen bezeichnet, obwohl Die Linke gegenüber der SPD eine Unterstützung der Wahl im kommenden Mai signalisierte.
Auch wenn eine Wahl von Peter Sodann zum Bundespräsidenten unrealistisch scheint, so hat seine Kandidatur wenigstens das Zeug für einen offenen Streit. Denn er muss diesmal keine Rücksicht auf Verträge und Arbeitgeber nehmen.

 

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