Der vergoldete Acker von Halle (Saale)

Bild: o.m.

Zweiter Spatenstich für das Industriegebiet an der A 14

Halle (Saale) - 07. Mai 2008 | salikus.de

Bereits 30 Mio Euro sind in das Gelände, im Osten von Halle (Saale), investiert wurden, bevor sich BMW im Sommer 2001 dann doch für Leipzig entschied. Jetzt sollen noch einmal 48 Mio investiert werden, um das Industriegebiet für Investoren noch schmackhafter zu machen.

Kern der Baumaßnahmen ist die Verlegung einer Gasleitung. „Die Chance der Vermarktung der gesamten Fläche sei größer, wenn keine Gasleitung über das Gelände geht. Investoren seien durch die Verlegung der Gasleitungen bereits abgeschreckt worden.“ so Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados.
Auch der neue Beigeordnete für Wirtschaft, Wolfram Neumann, meint, dass die Verlegung der Leitungen auf dem Gründstück einen wichtigen Beitrag darstelle, „um das Gewerbegebiet an sich vermarkten zu können“.

Regeln außer Kraft gesetzt?
Dietmar Weihrich, für Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat von Halle (Saale), kritisiert die aktuellen Investionen und stellt ihre Notwendigkeit in Frage. Auf der einen Seite gab es von der Stadtverwaltung die Bekanntgabe, dass ein Investor für ca. 30 Prozent der Fläche ernsthaftes Interesse bekunden würde und auf der anderen Seite die Förderrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt.

„Wenn es tatsächlich einen Investor für einen Teil der Fläche gibt, dann kann man auch überlegen, ob eine Verlegung der Gasleitung überhaupt noch einen Sinn macht“, so Weihrich. Denn die Fläche wäre damit ohnehin parzelliert und nicht mehr als Ganzes für einen einzigen Investor interessant, so der GRÜNEN-Stadtrat weiter.

Besonders spannend hierbei auch der Blick in die Landesförderrichtlinien von Sachsen-Anhalt*, meint Weihrich. Dort wird unter Punkt 3.1.3 „eine reine Vorratserschließung“** ausgeschlossen und Investitionen in ein vorhandenes Industriegebiet „wird nur dann gefördert, wenn mindestens 80 v. H. der vorhandenen Ansiedlungs- und Gewerbeflächen belegt sind“**.

Offensichtlich wolle dieses Projekt keiner mehr neu überdenken, so Dietmar Weihrich in seiner Kritik weiter, stattdessen wird Halle vermutlich wieder einmal im Schwarzbuch der Steuerzahler erscheinen.


* Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (MBl. LSA Nr. 50/2006 vom 18.12.2006)
**
Zitate aus Punkt 3.1.3 der Richtlinie

 

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