Empörung an der Petruskirche

Bild: Thomas Schult

Straßenumbenennung stößt auf Widerstand bei Anwohnern

Halle (Saale) - 17. Juli 2009 | salikus.de

20 Anwohner in Kröllwitz legen Widerspruch gegen die beschlossene Umbenennung eines Teilstücks der Straße An der Petruskirche ein. In Protestbriefen an die Oberbürgermeisterin von Halle (Saale), den Landesrechnungshof, den Stadtrat von Halle (Saale) und die Denkmalschutzbehörde machen Anwohner ihren Unmut deutlich. Sie sprechen gar von einer "strafwürdigen Verschwendung" von Steuergeldern.

64 Jahre heißt die Straße, zwischen Kröllwitzer Straße und Petruskirche, nun schon "An der Petruskirche". Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das jetzt umstrittene Teilstück ebenfalls in "An der Petruskirche" umbenannt, da man Straßennamen, die an Kriegsschauplätze und Siege im Deutsch-Französischen von 1870/71 erinnern sollten, nicht mehr haben wollte.
Im Mai dieses Jahres beschloss der Stadtrat von Halle (Saale), dass das umstrittene Teilstück zukünftig Hermann-Schenck-Straße heißen soll. Der 1829 in Halle (Saale) geborene Hermann Schenck war wissenschaftlicher Grafiker und Buchillustrator. Grund für die Umwidmung ist laut Stadtverwaltung die "die geplante umfangreiche Neubebauung an der südlichen 'Verbindungsspange' der Straße An der Petruskirche".
Doch das sehen die Anwohner um Elise und Helmut Brandt anders. Sie befürchten einen Identitätsverlust für ihr Wohnviertel. Stattdessen schlagen sie vor, den Namen beizubehalten und die geplanten Neubauten mit 16b, c, d, und e zu nummerieren, was andernorts durchaus üblich ist.
In den 20 Protestschreiben listen sie die vermuteten kostenintensiven  Änderungen  für  Dokumente und Ausweise, Geschäftspapiere, Briefköpfe, Stempel, Hausnummern,  Eintragungen in Berufsadressbüchern, dienstliche und
private Visitenkarten und Veränderungsmeldungen an Behörden, Banken, Sparkassen, wissenschaftliche Gesellschaften,  Akademien, Versicherungen, Rentenstellen und Vereine auf.
Ein Protestschreiben ging auch an den Landesrechnungshof, da die verärgerten Anwohner hier eine Verschwendung von Steuergeldern sehen.
"Der Stadt würden durch eine solche Maßnahme erhebliche Kosten  entstehen, was bei der hinreichend bekannten angespannten Finanzsituation der Stadt eine geradezu strafwürdige Verschwendung öffentlicher Mittel bedeutete", heißt es in dem Protestschreiben.
Wird der Beschluss nicht zurück genommen, kündigen die Anwohner bereits rechtliche Schritte, bis hin zu einer Anfechtungsklage, an.

 

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