Fusion von Bühnen und Orchester in Halle (Saale)

Bild: Thomas Schult

Ein letztes Feilschen um die Orchesterstärke der Staatskapelle Halle

Halle (Saale) - 27. November 2008 | salikus.de

Am Mittwoch entschied der Stadtrat von Halle (Saale), dass die Theater und die Staatskapelle ab Januar 2009 unter dem Mantel der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle betrieben werden. Im Zuge der Fusion werden 122 Arbeitsplätze an Theatern, Oper und Staatskapelle gestrichen.

Neben den Protesten der Freunde der Staatskapelle, die am Anfang der Stadtratssitzung imposante Papierrollen mit Namen der Unterstützer des Orchesters überreichten, gab es zur Beschlussvorlage der Stadtverwaltung auch schon die ersten Bedenken der Kommunalaufsicht.
So kritisierte das Landesverwaltungsamt unter anderem, dass man nicht ohne Genehmigung des Innenministeriums von Sachsen-Anhalt festlegen dürfe, dass das Personal im Insolvenzfall der GmbH einfach wieder von der Stadt übernommen werden könne.

122 Arbeitsplätze werden gestrichen
Mit den Stimmen der SPD und Die Linke erwartet jetzt die Mitarbeiter der Theater, der Oper und der Staatskapelle ein massiver Stellenabbau. Insgesamt 122 der vorhandenen 618 Stellen sollen bis zum Jahr 2011 dem Rotstift geopfert werden, damit sind knapp 20% aller Mitarbeiter von den Kürzungsplänen betroffen. Für Abfindungen und Altersteilzeitverpflichtungen werden schon jetzt fast 6 Millionen Euro eingeplant. Neben den technischen und kaufmännischen Mitarbeitern sind besonders die Musiker der Staatskapelle Halle von den Kürzungen betroffen.

Die Last der Solidarität
Die Stärke des Orchesters ist in den letzten Wochen besonders heftig und unter starken Protesten der Musiker und des Freundeskreises der Staatskapelle diskutiert worden. Kulturminister Olbertz brachte die Zahl 130 ins Spiel, unter dieser Stärke könne er sich die Staatskapelle vorstellen, wenn sie ihre Qualität und und ihr Aufgabenspektrum behalten soll. Doch eine Orchesterstärke von 130 Musikern ist mit dem heutigen Beschluss endgültig vom Tisch, denn Änderungsanträge vom Neuen Forum, der CDU und den Grünen wurden – wiederum mit den Stimmen aus SPD und Die Linke – abgelehnt.
Jetzt kann nur noch ein Haustarifvertrag eine radikale Reduzierung von 152 auf 99 Musikern abmildern und eine Weiterbeschäftigung von maximal 122 Orchestermitgliedern gewährleisten. Der Druck auf die Musiker der Staatskapelle ist damit enorm und einige Stadträte appellierten in der Debatte an die Solidarität innerhalb des Orchesters.

 

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