Kulturschmelze in Fluss

Das Stadthaus von Halle (Saale) - Tagungsort des halleschen Stadtrates

Bild: t.s.

Fusion der Bühnen und der Staatskapelle von Halle (Saale)

Halle (Saale) - 28. Juni 2008 | salikus.de

Der Gesellschaftervertrag für die Gründung der Kultur-GmbH wurde am Mittwoch mit Änderungen verabschiedet. Die ersten Grabenkämpfe um Machtbefugnisse hat der zukünftige Geschäftsführer, Rolf Stiska, gewonnen.

Unter dem sperrigen Namen „Theater, Oper und Orchester GmbH Halle“ sollen „neues theater“, Thalia Theater, Oper Halle und die Staatskapelle Halle unter ein Dach gebracht werden. In ersten Sondierungsgesprächen setzte Christoph Werner, Intendant der Kulturinsel, im Spätsommer 2007 durch, dass das Puppentheater der Stadt Halle (Saale) in den Fusionsplänen keine Rolle spielt.

Machtkämpfe und verbaler Schlagabtausch
Änderungsanträge von CDU und DIE LINKE sorgten noch für eine rege Diskussion. Die CDU wollte in ihrem Änderungsantrag klargestellt haben, dass nur EIN Geschäftsführer eingesetzt wird, damit ein mögliches Kompetenzgerangel vermieden wird. Und DIE LINKE hatte genau dieses im Visier und wurde konkreter. Sie verlangte absolute Personalhoheit für Rolf Stiska, Gründungsgeschäftsführer der GmbH. Bodo Meerheim , DIE LINKE, zeichnete in der Diskussion ein Szenario, in dem die jetzigen Intendanten und der Orchesterdirektor aktuelle Spielzeitplanungen für Verträge missbrauchen könnten, die dem Ziel der Fusion schaden würden.

Hannes Schmidt zurück im Ring
Auch wenn sich die Stadträte in der Debatte bemühten, den Namen des Direktors der Staatskapelle Halle herauszuhalten, so war er schon längst ein offenes Geheimnis.
Hannes Schmidt, bereits kampferprobt in einem Arbeitsrechtsstreit mit der Stadt Halle, soll gegenüber Rolf Stiska deutlich gemacht haben, dass er auf die in seinem Vertrag zugesicherte Personalhoheit nicht verzichten werde. Was wiederum Rolf Stiska zum Anlass nahm, eine Alles-oder-Nichts-Entscheidung zu erzwingen. Denn wenn er nicht die alleinige Entscheidungsgewalt über das Personal bekäme, würde er der Stadt Halle (Saale) eine Absage erteilen und als Geschäftsführer nicht zur Verfügung stehen.

Schnelles Ende mit Schmerzen?
Matthias Weiland (Bündnis 90 / Die Grünen) sah in dem Antrag der LINKEN die Gefahr hoher Abfindungszahlungen, die auf die Stadt zukommen könnten. Tom Wolter (Mitbürger) sah keinen Bedarf für eine Regelung durch den Stadtrat und machte deutlich, dass er die Personalhoheit bei den Intendanten sieht. Seine Frage, ob ein Beschluss zur Personalhoheit überhaupt umsetzbar sei, da ja gültige Verträge vorliegen, wurde im Verlauf der Diskussion nicht beantwortet.
Bodo Meerheim hielt dagegen und meinte, dass er lieber eine hohe Abfindungszahlung verantworten wolle, als eine andauernde Kompetenzrangelei, die der Fusion nur schaden könne.
Andreas Schmidt (SPD) verstand die Diskussion überhaupt nicht und sah auch keinen Bedarf für eine Änderung im Gesellschaftervertrag.
Ebenso die Oberbürgermeisterin, sie warb für Zustimmung zum Vertrag ohne Änderungen und sicherte zu, dass sie persönlich eine Lösung, gemeinsam mit den beteiligten Personen, suchen und finden werde.
Der Appell verfehlte seine Wirkung und der Stadtrat beschloss mit den Stimmen von CDU und DIE LINKE die Änderungen in den GmbH-Vertrag mit aufzunehmen.

 

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