Donots | Laternenfest 2008

Bild: Agentur

Die Indierock-Band Donots zu Gast in Halle (Saale)

Halle (Saale) - 20. August 2008 | salikus.de

MDR-Jump holt Funpunk aus Rock-City Ibbenbühren auf die Freilichtbühne Peißnitz.. Die Donots gehören zu den bekanntesten Punkrockbands aus Deutschland.

Samstag, 30. August 2008 | 22:30 Freilichtbühne Peißnitz Programm und Lageplan Laternenfest 2008 in Halle (Saale)

Die Donots, so viel steht fest, wollen es mit Ihrer neuen Platte "Coma Chaeleon" richtig wissen! Nicht, dass sie sich in den letzten Jahren großartig unter Wert verkauft hätten. Nein, das Konzertpublikum strömt weiterhin zu ihren Shows und auch der munter der halben Millionen entgegenbrummende Donots-Myspace-Player zeugt vom ungebrochenen Interesse an der Band. Und doch, wenn man ganz ehrlich ist: Die Erregungskurve bei der Ankündigung neuer Taten flachte etwas ab. Donots? Sind bekannt und etabliert, da weiß man, was man hat: Super Liveshows, catchy Songs, ein bisschen Punk, viel Rock, noch mehr Spaß. Das hätte ewig so weitergehen können, aber irgendwann wurde es der Band zu bequem.

Neue Reize mussten her, und die Donots griffen zu Extremmaßnahmen, die nicht viele Bands wagen würden. Folgerichtig lebt das neue Album "Coma Chameleon" von einer Aufbruchstimmung, wie man sie in dieser Konsequenz lange nicht mehr gehört hat. "What the hell are we waiting for?" heißt es in "Pick Up The Pieces". Stimmt genau. Neubeginn heißt das Zauberwort einer Band, die mit dieser Platte vor der schwierigen Aufgabe stand, die Weichen Richtung Zukunft zu stellen.

Ein Intro, elf Songs, 37 Minuten. "Coma Chameleon" ist inhaltlich und musikalisch ein Befreiungsschlag geworden. Entschlackt und befreit von unnötigen Ballaststoffen, und dennoch das vielseitigste, ideenreichste und weitläufigste Donots-Album. Klingt wie ein Widerspruch, ist aber in Wahrheit Konsequenz. Hier werden Kreise quadriert und Vierecke gerundet. Ein großer Schritt für eine Band, von der man dachte, sie zu kennen. "Coma Chameleon" ist ein Album, das für sich steht, begeistert und herausfordert.

Entstanden ist "Coma Chameleon" im Spannungsfeld von "Auf zu neuen Ufern" und "Zurück zu den Wurzeln" an zwei verschiedenen Orten mit zwei verschiedenen Produzenten. Die anfängliche Schnaps- wurde schnell zu einer Spitzenidee: Der Schwerpunkt des Albums wird mit Kurt Ebelhäuser als Produzent im Koblenzer Tonstudio 45 aufgenommen. Daneben wird das Principal Studio in Ottmarsbocholt/Münster zur zweiten wichtigen Schaltzentrale auserkoren. Auf ausdrücklichen Bandwunsch ist dort Vincent Sorg als Produzent mit an Bord. 1998 nahmen die Donots mit ihm an gleicher Stelle das Album "Tonight's Karaoke Contest Winners" auf - damals ohne Plattenfirma im Hintergrund.

Dieses Maximum an Freiheit und Unabhängigkeit haben sich die Donots für "Coma Chameleon" zurückerobert: Fast zwei Jahre lang wurde an juristischen Tauen gezogen, bis die Donots aus ihrem alten Plattenvertrag raus waren. "Coma Chameleon" erscheint nun auf ‚Solitary Man Records', dem Label von Sänger Ingo, das bis dato nur in Japan aktiv war und nun seine Aktivitäten auch auf Europa ausdehnt. Ein Risiko, sicher. Doch egal, wie das hier ausgeht: Es hat sich jetzt schon gelohnt. Denn "Coma Chameleon" platzt förmlich vor Freiheit. Stilistische Schranken? Über Bord damit. "Das könnt ihr so nicht machen"? Und wie wir können! Man kommt eben nur weiter, wenn man die Dinge anpackt und den Schritt ins Ungewisse wagt. Beziehungen, Menschen, das ganze Leben verändert sich ständig. Wenn das nicht so wäre, würden wir immer noch auf Bäumen sitzen, Bananen mampfen und den ganzen Tag Madball hören.

Natürlich könnte man noch aufzählen, was die Donots in den Jahren seit ihrer Gründung 1993 alles erreicht haben. Sechs Alben wurden veröffentlicht, neun Singles, eine EP, eine DVD und eine Best-Of. Die Zahl der gespielten Konzerte liegt im hohen dreistelligen Bereich, und kaum jemand zweifelt daran, dass sie die Tausend auch noch vollmachen. Dabei hat die Band auf 60 Prozent, sprich: weit über der Hälfte aller Kontinente dieses Planeten Verstärker angeschmissen und Bühnen bestürmt: Von Tokio bis New York, von Litauen bis Portugal, von "Rock am Ring" bis "Olga's

Man könnte weitermachen und die 500.000 Platten erwähnen, die die Band im Laufe der Jahre verkauft hat. Und man könnte die Bands auflisten, mit denen die Donots schon Konzerte gespielt haben und hätte selbst dann, wenn man sich nur auf die absoluten Highlights beschränkt, eine imposante Reihe, die von den Beatsteaks zu Judas Priest, von Turbonegro zu den Toten Hosen, von Green Day zu Linkin Park, von Blink 182 zu The Hives, von Iggy Pop zu Avril Lavigne reicht. (Pikantes Detail am Rande: Mit einer der beiden letztgenannten Personen hätte Donots-Gitarrist Guido beinahe geknutscht

Man könnte, könnte, könnte. Doch im Grunde ist das alles Mumpitz. Denn die Heldentaten von Gestern jucken im Hammerhaifischbecken Musikbusiness niemanden. Worauf es wirklich ankommt, ist, wie du dich im Hier und Jetzt machst. Was zählt, ist, ob du das Heute rocken kannst. Und das machen die Donots mit "Coma Chameleon" ohne Frage.

 

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