Feierliche Weihung der Moritzburg in Halle (Saale)

Bild: Thomas Schult

Mit Sekt und Häppchen durch die klassische Moderne

Halle (Saale) - 13. Dezember 2008 | salikus.de

Wie erwartet hat die Eröffnungsfeier am Freitagabend hunderte Hallenser in das neue Kunstmuseum der Stiftung Moritzburg gelockt. Ein Stelldichein lokaler Prominenz aus Kunst, Wissenschaft und Politik aus Halle (Saale). Pfarrer Lienhard Krüger von der Maria-Magdalenen-Gemeinde weihte den Neubau und stellte ihn unter den Schutz und Segen Gottes.

Über 1000 Anmeldungen zur Ausstellungseröffnung bereitete den Museumsmitarbeitern einiges Kopfzerbrechen und zwang sie zu einem beschränkten Einlass. Bereits am Eingangsturm wurde mehr oder weniger konsequent auf vorhandene Einladungen geprüft, was etliche Neugierige wieder entmutigt abziehen ließ. Am eigentlichen Museumseingang hat sich unterdessen ein Pulk geduldig Wartender gebildet. Während sich im Nordflügel der Saal gefüllt hat und die Sitzplätze schon längst besetzt waren, kamen weiterhin neue Gäste auf den Hof der Moritzburg, die auf Einlass hofften. Unterdessen begannen die Reden hinter den hell erleuchteten Fenstern. Auf einer Videoleinwand konnten die im Hof Verbliebenen den Begrüßungsworten der Museumsdirektorin Katja Schmidt folgen. War es der Unmut über den verwehrten Zutritt in das neue Kunstmuseum, war es die winterliche Kälte und die schlechte Qualität der Videoübertragung, die die Leute vom Hof trieb? Jedenfalls hielten nur Wenige aus und verfolgten was da im Inneren des Kunstmuseums zu Architektur und Kunst gesagt wurde.

Erste Streifzüge durch die Galerie

Während, unter der Box mit der Sonderausstellung der Architekten Nieto Sobejano, man den Worten von Dagmar Szabados (Oberbürgermeisterin von Halle an der Saale) Aufmerksamkeit schenkte, nahmen die Ersten bereits die Ausstellung in Augenschein. Sie hatten damit die einmalige Gelegenheit des Abends, sich relativ ungestört die Werke von Malern der Künstlergruppe „Brücke“ aus der Sammlung Gerlinger anzuschauen. Einige erkundeten auch die „alten“ Ausstellungsräume des Kunstmuseums im Süd- und Ostflügel der Burg, die jetzt die Malerei des 19. Jahrhunderts beherbergt. Dort werden sich einige Besucher über schlecht ausgeleuchtete Gemälde gewundert haben. Doch ein Schild klärt über die Gründe auf. Man musste das Licht reduzieren, um die Bilder aus konservatorischen Gründen zu schützen. Wer sich dem Bann der Bilder entziehen konnte, hatte Gelegenheit das Ende der feierlichen Reden zu erleben und den Strom der Besucher zu beobachten. Diese nahmen jetzt, mit Wein und Häppchen ausgestattet, die Ausstellung in Besitz und hielten sich anfänglich überwiegend bei den Brücke-Künstlern auf.
Im weiteren Verlauf begann die klassische Grüppchenbildung unter dem neuen Dach aus Schiffsaluminium. Ein Abend der Begegnungen und Begrüßungen nahm seinen Gang.
Eine Sonderführung bekam der ehemalige Direktor der Franckeschen Stiftungen von der Chefin des Museums. Katja Schmidt und Paul Raabe durchstreiften die „hängenden Gärten der Kunst“, vorbei an Rottmann, Feininger und Ebert.

Neue Moritzburg für (H)alle und den Kindern ein Fest
Unter diesem Motto steht das Wochenende des Kunstmuseums. Für den Sonderpreis von 3 Euro Eintritt sind Hallenser und Gäste eingeladen, die neue Ausstellung und das neue Kunstmuseum zu besuchen. Für Samstag und Sonntag haben die Mitarbeiter des Museums ein buntes Programm besonders für die Kinder zusammen gestellt. So gibt es an beiden Tagen Spaß und Spiel mit Clown Colo aus Leipzig. Puppentheater aus dem Weihnachtssack bietet Horst Günther aus Halle (Saale) (Samstag 15:00 Uhr und Sonntag 14:00 Uhr). Zahlreiche Mitmachaktionen sind ebenso vorgesehen. Unter anderen werden Detektivspiele, eine Fälscherwerkstatt und eine Kinderkunstralley angeboten. Pfiffig ist die Idee einer Führung von Kindern für Kinder, die von Schülern der Grundschule Albrecht Dürer durchgeführt wird - zu erleben am Samstag um 14:00 Uhr.

 

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