Händelfestspiele in Halle (Saale) eröffnet

Bild: Horst Fechner

40 Veranstaltungen, 1500 Künstler und eine Welt-Erstaufführung

Halle (Saale) - 06. Juni 2008 | salikus.de

Am Donnerstag wurden in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel die Händelsfestspiele feierlich eröffnet. Das Fest der Barockmusik, vom 5. Juni 2008 bis 15. Juni 2008, steht dieses Jahr unter dem Motto "Geistliche Musik im profanen Raum. Von La Resurrezione zum Messiah".

Ein Thema, das gerade Liebhabern der Alten Musik und der historischen Aufführungspraxis reiche Ausbeute an akustischen Genüssen verspricht. Eine Erwartung, die die Händel-Festspiele 2008 sicher wieder erfüllen werden.

Zwei Werke von Händel, die den zentralen theologischen Inhalt der Auferstehung – resurrezione – zum Thema haben, bilden den Rahmen des Festspielprogramms: Händels frühes italienisches Oratorium La Resurrezione (1708) und Messiah (1741), eine seiner reifsten Schöpfung, aus der Zeit der englischen Oratorien. Beide werden aufgeführt: gleich zweimal erklingt der Messiah in Händels Taufkirche, der Marktkirche "Unser Lieben Frauen", durch The English Concert und den Chor des MDR unter Leitung von Howard Arman. Händels "La Resurrezione" steht im Kontext zu Scarlattis Oratorium La Colpa, il Pentimento e la Grazia. Die Rekonstruktion des Oratorienzyklus von 1708, die im Auftrag von Kardinal Ottoboni und Marchese Ruspoli an Ostern in Rom geplant und in Szene gesetzt wurde, bringen Michael Schneider und La Stagione Frankfurt im Dom nach 300 Jahren zu Gehör (7. Juni 2008).

Höhepunkte der Händelsfestspiel 2008
An der OPER HALLE werden Händels Oratorium Belshazzar unter der Leitung von Martin Haselböck und die Oper Ariodante aufgeführt. Martin Haselböck wird auch das Festkonzert (5. Juni 2008) dirigieren. Der Händelfestspielchor am Händel-Haus Halle, der 2005 gegründet wurde, wird Händels repräsentatives Dettinger Tedeum interpretieren.  Im Goethe-Theater Bad Lauchstädt sind Purcells Dido and Aeneas und King Arthur zu erleben.   Ein großer Teil der Händel-Fest-Veranstaltungen wird traditionell von Hallenser und mitteldeutschen Ensembles bestritten. Die Alte Musik-Szene in Mitteldeutschland blüht und gedeiht: Weit verbreitet sind das Spielen auf historischem Instrumentarium und die Freude am Forschen und Entdecken. Künstler wie die Kammerakademie Potsdam, Cantus und Capella Thuringia, das Händelfestspielorchester der Staatskapelle Halle oder die Lautten Compagney unter Wolfgang Katschner spielen in der ersten Liga der Barockmusik. International renommierte Sänger wie die Sopranistin Sandrine Piau (11. Juni 2008) oder der Tenor Christoph Genz (14. Juni 2008) sowie die Pianistin Ragna Schirmer (8. Juni 2008) sind Garanten für beste Musikaufführungen.

Welt-Erstaufführung einer Bachkomposition
Im April 20068 wurde eine bis dahin unbekannte Orgelkomposition von Johann Sebastian Bach entdeckt: die Fantasie für zwei Manuale
und Pedal über den Choral "Wo Gott der Herr nicht bei uns hält".
Sie wird nun im Rahmen der Händelfestspiele am Dienstag, den 10. Juni 2008, in der Marktkirche zu Halle aufgeführt.
"Ein einzigartiges Stück. Großartig und für mich eine Ehre, es spielen zu dürfen", freute sich Martin Haselböck. Der bekannte Wiener Organist und Günder des Orchesters Wiener Akademie folgte mit diesen Worten der Einladung von Dr. Philipp Adlung, Direktor der Stiftung Händel-Haus. "Nach einhelliger Absprache mit dem Eigentümer des Sensationsfundes, der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Halle, freue ich mich, die erste Wiederaufführung des Werkes während der diesjährigen Händel-Festspiele anzukündigen", so der Direktor der Stiftung Händel-Haus.

Das Abschlusskonzert mit Musikfeuerwerk, in der Galgenbergschlucht am 15. Juni 2008, sorgt wieder für einen effektvollen Abschluss der Festspiele in Halle (Saale).

Das Programm der Händelfestspiele Halle 2008 finden Sie auch im Veranstaltungskalender von SALIKUS.de:
Händelfestspiele 2008

 

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