Halle (Saale) feierte Volksfest im Zeichen der Laterne

Buntes Treiben auf der Ziegelwiese beim Laternenfest in Halle (Saale)

Bild: SALIKUS.de

3 Tage Konzerte, Budenzauber, Jahrmarkt- und Bierzeltstimmung an der Saale

Halle (Saale) - 01. September 2008 | salikus.de

Das 73. Laternenfest in Halle (Saale) ging am Sonntag zu Ende. An drei Tagen gab es Konzerte, Kleinkunst und Akrobatik, Jahrmarkt- und Bierzeltstimmung entlang der Saale auf der Peißnitz und am Riveufer. Über 120.000 Hallenser und Gäste zählten die Organisatoren des Laternenfestes.

Auch ohne den großen Radiobühnen gab es zum diesjährigen Laternenfest verlockende Programmpunkte. Zwar hatten Radio Brocken und Radio SAW sich gegen eine Teilnahme ausgesprochen, so hatte sich jedoch der MDR mit den Organisatoren über die Finanzierung einigen können. Damit konnte MDR Sputnik auch dieses Jahr wieder die Eröffnungsparty veranstalten.

Ein Auftakt zwischen Blues, Rock und Rap
Für die Freunde von Rap war am Freitag die Freilichtbühne Peißnitz genau der richtige Ort. MDR Sputnik holte hier den Blumentopfrapper Roger und die K-Rings Brothers auf die Bühne.
Während der Neuling des Laternenfestes, das Objekt 5, rockig und mexikanisch das Lichterfest einläutete. Die Texanerin Patricia Vaness sorgte am Riveufer mit lebhaften Tex-Mex-Rock nicht gerade für Abkühlung. Ihre Mischung aus Rock, Country und Blues hat der in Deutschland noch kaum bekannten Sängerin am halleschen Saaleufer ganz sicher neue Fans beschert.
Doch das nächtliche Dessert des Konzertmenüs am Eröffnungsabend hat Mardi Grass BB abgeliefert. Die Brass Band von „Reverend“ Uli Krug und „Doc“ Jochen Wenz bot feinsten Big-Band-Sound zwischen Blues, Soul und Funk. Und so hies es für gute anderthalb Stunden auf der Ziegelwiese: Halle goes New Orleans.

Buntes Treiben auf Wiesen, Promenaden und der Saale
Auffällig war das Fehlen der Händlermeile. Die Besucher sprachen oft darüber und freuten sich, dass man von Ständen mit Unterwäsche und Elektronikschrott dieses Jahr weitgehend verschont worde.
Witzig und von vielen Passanten neugierig beäugt die Wiese vor der Kleinkunstbühne am Riveufer. Dort waren blaue Liegen aufgestellt und die Bäume in blaues Licht getaucht. Diese Idee gab dem sonstigen Trubel eine Nische der Entspannung.
Mit zunehmender Dunkelheit wurden dann auch die Plätze am Saaleufer rar. Mit Decken, Kissen und Campinghocker ausgestattet harrten die Festgäste dort aus und warteten auf den Beginn des Bootskorsos, während ringsum die Getränke- und Imbissstände heiß begehrte Ziele waren.
Doch viele Besucher hatten eines der vielen Konzerte des Samstagabends im Sinn und scherten sich wenig um die traditionellen Programmpunkte des Laternenfestes.

Partystimmung vor allen Bühnen
Den Konzertabend am Samstag startete ebenfalls der MDR. Dieses mal ließ MDR Jump auf die Bühne bitten und hatte reichlich Rock im Gepäck. Mit den Donuts und Stanfour gab es Funpunk aus Rock-City Ibbenbühren und die Neuentdeckung des Jahres von der Nordseeinsel Föhren.
Für die eingefleischten Konzertgänger des Objekt 5 musste die häufige Frage „welche Band ist das ?“ befremdlich gewesen sein. In der Tat schienen etliche Besucher der Bühne am Riveufer von Acoustica noch nie etwas gehört zu haben. Und das konnten sie an diesem Abend reichlich und im besten Sinne des Wortes nachholen. Die Erfurter boten wieder witzige Coverversionen und eine gewohnt spaßige Bühnenshow. 
Und wenige Meter weiter, auf der Bühne Ziegelwiese, hat das Urgestein Edo Zanki mit alten Hits und Titeln aus seinem neuen Album "Alles was zählt" sein Konzert gegeben. Als ob er ihn extra für Anlässe wie diesen Laternenfestabend geschrieben hat gab es natürlich auch "Wir zünden die Nacht an" zu hören.
Zeit für Entspannung und das Wechseln der Bühnen bot das Höhenfeuerwerk pünktlich um 22:00 Uhr.
Wer gute Musik gemischt mit Witz und Größenwahn erleben wollte, war abermals an der Bühne des Objekt 5 richtig. Hier kamen Die Rockys zum Einsatz und sie fuhren schwere Lachgeschütze auf, zu der es sich noch verdammt gut tanzen ließ.
Währenddessen tanzte man im Bayerischen Bierzelt schon längst. Dort kochte die Oktoberfeststimmung und wurde professionell weiter angeheizt von den "Münchner Marktmusikanten". Während sich das ältere Publikum mehr oder weniger gekonnt auf der Tanzfläche bewegte, hatten die jüngeren Festzeltbesucher die Tische und Bänke für sich entdeckt. Bierzeltstimmung halt.
Professionell ging es aber auch auf der Bühne Ziegelwiese nach dem Feuerwerk weiter. Hier holten David A. Tobin's Soul Singers Halle (Saale) in den Soul-Olymp. Mit der James Brown Celebration gaben sie ein Soul-Fest quer durch die letzten 40 Jahre und immer im Mittelpunkt die Hits von Mr. Dynamit. David A. Tobin lieferte mit seinen Mitstreitern eine hinreißende Show ab.

Ein Sonntag ohne Katerstimmung
Für den Einzelnen Laternenfestbesucher vom Samstag kann nicht gesagt werden, welche Schmerzen ihn am Sonntag plagten. Doch die Stimmung auf dem Festgelände Peißnitz, Riveufer und Amselgrund war familiär und sonnig. Und das lag nicht nur am schönen Sommerwetter.
Während einige Mutige in die Fluten der Saale sprangen, um ihren Saaleschwimmschein in Empfang nehmen zu können, bestaunten die anderen Hochseilartistik oder Jonglage am Riveufer. Etliche Besucher ließen sich auch von Riesenrutsche oder Miniachterbahn die Euros aus der Tasche ziehen. Und der MDR bot mit Radio Sachsen-Anhalt 1 eine Unterhaltungsshow am Nachmittag, bei der Schlagerfreunde - mit Gaby Baginsky, Lou oder Destivo - voll auf ihre Kosten kamen.
Das Abschlusskonzert des Laternenfestes an der Saale war der Staatskapelle Halle vorbehalten. Die Philharmoniker boten Musik von Puccini, Léhàr, Brahms und Strauß aber auch mahnende Worte. Dirigent Kay Stromberg sprach die aktuellen Sparpläne der Stadtverwaltung an und verwies darauf, dass man sich auf die Musiker verlassen könne und genau dies wünsche er sich von der Stadtverwaltung auch. Wofür der Dirigent großen Applaus der Zuhörer erntete.

 

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