Konzert einer Wiederentdeckung

Bild: Thomas Schult

4. MUSICA SACRA in der Moritzkirche in Halle (Saale) an Karfreitag

Halle (Saale) - 08. April 2009 | salikus.de

Karfreitag führen die Staatskapelle Halle und die Robert-Franz-Singakademie ein lange verschollen geglaubtes Werk von Johann Friedrich Reichardt auf: LA PASSIONE DI GESÙ CRISTO (Die Passion Jesu Christi).

Die Komposition LA PASSIONE DI GESÙ CRISTO von Reichardt, der seine letzten Jahre in Halle (Saale) verbrachte und hier starb, galt lange Zeit als verschollen und wurde von Ursula Jürgens und Gothart Stier mit aufwendiger Recherche in der Pariser Nationalbibliothek wieder gefunden. Als LA PASSIONE DI GESÙ CRISTO 1998 im Rahmen der Händel-Festspiele Halle mit großem Erfolg aufgeführt wurde, schrieb die Mitteldeutsche Zeitung von einem „Seltenen Glücksfall einer Schatzsuche“
zu lesen.
Reichardts Oratorium basiert auf dem Text von Pietro Metastasio. Es handelt sich um ein abendfüllendes teilweise hochvirtuoses Werk. Drei Akteure bestimmen die Handlung: Pietro (Petrus), Giovanni (Johannes) und Giuseppe (Joseph).
Eindrucksvoll erklingen die Chöre und können händelschen Einfluss nicht verleugnen.
Die ersten Teile des Werkes wurden in den Concerts spirituelles zu Berlin am 15. August 1783 aufgeführt, eine vollständige Aufführung fand erst am 8. April 1784 an selbigen Ort statt.

In der Aufführung am Karfreitag treten als Solisten Katherina Müller, Sopran (Petrus), Jaroslav Brezina, Tenor (Johannes) und Stephan Heinemann, Bariton (Joseph) hervor.

4. MUSICA SACRA
LA PASSIONE DI GESÙ CRISTO
Karfreitag, 10. April 2009 um 18.00 Uhr
Moritzkirche Halle
Karten erhalten Sie an der Theater- und Konzertkasse, Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle von 10.00 bis 20.00 Uhr, Telefonisch unter (0345) 2050-222 oder eine Stunde vor dem Konzert vor Ort.

Johann Friedrich Reichardt, ein Zeitgenosse Mozarts, war als Hofkapellmeister dreier Preußenkönige eine der vielseitigsten Künstlerfiguren des späten 18. Jahrhunderts. Er war Dirigent, Komponist, Verfasser zahlreicher Schriften und Reiseberichte und einer der bedeutendsten Musikkritiker des 18. Jahrhunderts. Seine letzen Lebensjahre verbrachte er als Salinendirektor auf dem „Kästnerschen Kossätengut“ zu Giebichenstein. Sein Haus erhielt schnell den Beinamen „Herberge zur Romantik“, denn es wurde zu einem beliebten Treffpunkt junger Künstler, aber auch berühmte Zeitgenossen wie der alternde Goethe zählten zu seinen Gästen. 1814 starb der Komponist in Halle an der Saale. Viele von Reichardts Opern, Singspielen und Oratorien, die sein internationales Ansehen begründeten, gelten heute als verschollen oder ruhen in dunklen Archiven.

 

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